Öffentliche Führung: Frauenleben in der Weimarer Republik
Datum:
Sonntag, 8. März 2026
Uhrzeit: 15:00
Uhr
Kategorie:
Führung
Veranstalter: Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
Adresse: Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg
Beschreibung:
Anlässlich des Internationalen Frauentags am Sonntag, den 8. März 2026 , lädt die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte um 15 Uhr zu einer öffentlichen Führung zum Thema „Frauenleben in der Weimarer Republik” ein. Für die meisten Frauen – so auch für Katharina Ebert, die Mutter von Friedrich Ebert – war das Leben im Kaiserreich von engen Rollengrenzen geprägt. Höhere Bildung, eigenständige Erwerbstätigkeit oder eine aktive Rolle in Politik und Öffentlichkeit blieben ihr wie vielen anderen Frauen verwehrt. Dennoch begannen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erstmals zahlreiche Frauen an unterschiedlichen Orten zu organisieren: Sie gründeten Frauenvereine und forderten politische Rechte ein. Unterstützung erhielten sie dabei unter anderem von der SPD. Am 12. November 1918 führte der Rat der Volksbeauftragten das Frauenwahlrecht ein. In Artikel 109 der Weimarer Verfassung heißt es: „Männer und Frauen haben grundsätzlich dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.“ Damit war ein Meilenstein der Emanzipation erreicht. Die wahlrechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern legte die Grundlage für weitere soziale Fortschritte im Alltag. In den 1920er Jahren eröffneten veränderte Moralvorstellungen und ein neues weibliches Selbstverständnis zuvor unvorstellbare Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Doch bleibt zu fragen: Was bedeutete der Begriff „grundsätzlich“ in diesem Zusammenhang wirklich? Wurde tatsächlich eine „neue Frau“ geschaffen? Eintritt frei. Ohne Anmeldung.